Heilpraktikerin Dr. Gabriele Steinmetz

Unterstützung der Selbstheilungskräfte · Regeneration · Gesundheitsberatung

Antibiotika: was bei der Anwendung beachtet werden sollte

 

Penicillin und Co. gelten seit Ende des 2. Weltkriegs zu Recht als wirksamste Medikamente gegen bakterielle Infektionen. Aufgrund der ungezielten Anwendung kommt es jedoch zunehmend zum Auftreten resistenter Bakterienstämme und unerwünschter Auswirkungen auf die Gesundheit der (zu oft) damit behandelten Patienten.
Daher ist grundsätzlich mehr Zurückhaltung bei der Verordnung von Antibiotika geboten, was in vielen Fällen durch Stärkung der körpeigenen Abwehr (z.B. mit Schüßler-Salzen) sowie durch Einnahme bestimmter pflanzlicher Präparate  auch nöglich ist.
Manchmal ist jedoch die Einnahme eines Antibiotikums unvermeidbar, weil z.B. bei lebensbedrohlichen bakteriellen Infektionen oder wenn mit einer folgenschweren  Erregerausbreitung gerechnet werden muss. Diese Fälle sind allerdings längst nicht so häufig, wie man aufgrund der massenhaften Verschreibungspraxis annehmen müsste.
Sollte ein Antibiotikaeinsatz unvermeidlich sein, sind bestimmte Voruntersuchungen unbedingt anzuraten, um die Gefahr der Resistenzbildung zu verringern und die Erreger gezielter zu dezimieren.
In jedem Fall sollte ein Antibiogramm hergestellt werden, welches darüber Auskunft gibt, welche Antibiotika im vorliegenden Fall sinnvoller Weise eingesetzt werden könnten. Dazu wird Untersuchungsmaterial vom Kranken im Labor auf Nährböden ausgestrichen und „bebrütet“, wobei sich die hierin befindlichen Bakterien bestens vermehren und anschließend genau bestimmt werden können.
Im nächsten Untersuchungsschritt, der leider oft „vergessen“ wird, erfolgt dann die Resistenzbestimmung  der Krankheitserreger. Hierdurch wird mit großer Sicherheit festgestellt, ob eines oder mehrere der getesteten Antibiotika in diesem Fall auch wirksam sein wird. Der Befund enthält eine Auflistung der getesteten Antibiotika mit dem Ergebnis dahinter. Entweder ein s für sensibel, d.h. wirksam oder r für resistent also unwirksam in Bezug auf die untersuchten Bakterienstämme.
Da  die Anzüchtung und Untersuchung der Bakterien einige Tage dauert, wird meistens sofort nach der Probenentnahme einwahrscheinlich wirksames Antibiotikum verordnet. Nach Vorliegen der Untersuchungsergebnisse wird ggf. auf ein wirksameres Präparat gewechselt.
Wegen der möglichen Resistenzbildung der Bakterien ist es immer am sinnvollsten, ein selektiv wirksames Schmalspektrumantibiotikum einzusetzen, anstatt im „Rundumschlag“ besonders die harmlosen Bakterien abzutöten, die für unsere Darmflora und unsere Immunabwehr unentbehrlich sind.
Daher ist es sinnvoll im Anschluß an die Antibiotikaeinnahme eine Darmsanierung durchzuführen. Die Folgen einer gestörten Darmbakterienflora sind u.a.: Verdauungsstörungen, Darmentzündungen, Malabsorption d.h. schlechtere Aufnahme von Vitaminen, Mineralien u.a., weiterhin Pilzbesiedelung des Verdauungstraktes, chronische Abwehrschwäche (bis hin zu Krebs), Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Allergien aller Art, chronische Entzündungen der Haut und der Schleimhäute, rheumatische Erkrankungen und vieles mehr, wobei die Entwicklung der Gesundheitsstörungen oftmals nicht mehr mit den verursachenden Antibiotikagaben  in Zusammenhang gebracht werden, und häufig sogar noch weitere Antibiotika verordnet werden….!
Dennoch: um die Resistenzbildung und somit lebensbedrohliche Superinfektionen zu vermeiden, muss das verordnete Antibiotkum ausreichend lange eingenommen werden! Anschließend kann und sollte durch naturheilkundliche Symbioselenkung der Darm und das Immunsystem wieder saniert  werden. Denn nur wenn wir genügend „Freund – Bakterien“ im Darm haben, können wir dauerhaft gesund bleiben!
Weiterführende Literatur: „Bakterien – Freunde oder Feinde?“ von Volker Rusch  erschienen im Urania – Verlag, „Gesundheit aus dem Darm“ von Dr. Petra Thorbrietz u.v.m.

Die Verfasserin Dr. med. vet. Gabriele Steinmetz hat 1980 zum Thema: „Ampicillin– Blutspiegelbestimungen bei neugeborenen Fohlen“ promoviert.

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